In der Reihe der Buchbesprechungen darf dieses nicht fehlen: PITT-Force: Professionelles Intensitätstraining von Karsten Pfützenreuter:
Aus der Finsternis theoretischer Mainstream-Lektüre sticht Karsten Pfützenreuters Buch sichtlich hervor. Wo andere Autoren nur den ewig gleichen Einheitsbrei kredenzen, vermag er eine andere, bessere Perspektive zu vermitteln.
Viele können zwar einigermaßen gut schreiben, aber das, was sie schreiben, hat kaum Gehalt. Bei diesem Buch verkehrt sich das Verhältnis: Stilistisch gesehen, gäbe es einiges zu optimieren, aber andererseits ist dies überhaupt nicht notwendig. Denn vor allem kommt es auf den Inhalt an und der kann sich in diesem Fall sehen lassen.
...und genauso schreibt er auch. Einige mögen ihm das negativ auslegen. Aber das ist Unsinn. Vielmehr erkennt man darin die Offenheit und Erfahrung des Profi-Trainers, der selbst seit vielen Jahren den Lifestyle des Bodybuildings lebt, liebt, verkörpert und vermittelt.
...und für genau solche wurde auch dieses Buch geschrieben. Wer Muskelmasse aufbauen möchte, der liest hier richtig. Theoretische Gedankenspinnereien bringen einen ebenso wenig weiter wie Supplements oder Aerobic. Karsten liefert genau das Wissen, das notwendig ist, um dadurch beflügelt und nicht belastet zu werden.
Dieses Prinzip ermöglicht das optimale Setzen von Wachstumsreizen. Warum dies so ist und weshalb die gebräuchliche Vorgehensweise des durchgehenden Spannungserhalts über mehrere Wiederholungen suboptimal ist, erfahren Sie im Buch.
Gleiches gilt für die weiteren unabdingbaren Aspekte wie dem Fokus auf schwere Grundübungen, saubere Einzelwiederholungen und die dadurch gesteigerte Konzentrationsfähigkeit auf die Kontraktion an sich. All dies führt zu einem deutlich bewussteren Training – wie man es nie erreichen könnte, wenn man einfach nur stur die Hanteln hoch und runter bewegt.
P.I.T.T.-Force lehrt den Wert der einzelnen Wiederholung. Es gewährt Raum für die gegenwärtige Kontraktion in der Zielmuskulatur und schafft Respekt für den Moment. All das ist notwendig, um differenzierte Wachstumsreize zu setzen.
Jeder Mensch verfügt über das Potenzial zu einem überdurchschnittlichen Körperbau. Das vorgestellte Training ist eine sehr gute Möglichkeit, dies zu realisieren.
P.I.T.T.-Force beginnt aber nicht dort, wo 20 Einzelwiederholungen heruntergeleiert werden. Man muss den Sinn dahinter verstehen und der steckt in diesem Buch.
Weiterführend ein Gespräch mit Karsten Pfützenreuter:
'Der Wille zur Kraft' meets 'PITT-Force®'
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Kommentare
Super Artikel! Ich habe schon
Super Artikel! Ich habe schon viel über P.I.T.T.-Force gelesen. Eigtl ist ja alles darüber im Netz zu finden, aber ich werde mir das Buch jetzt mal kaufen und danach trainieren.
Übrigens sehr schön, dass du wieder öfters Artikel schreibst. 4 Artikel in 2 Wochen. :) Schade, dass das auf der HFT-Seite ganz und gar nicht so ist. Wie wärs da mal mit Hochfrequenzposting? ;) Die englischen Artikel haben mich leider kein bisschen weitergebracht. Ich habe das grundlegende Konzept von HFT außer "trainiere oft, kurz und hart" noch nicht verstanden, deswegen ist mein Interesse dazu leider noch nicht so gewachsen... Aber jetzt trainiere ich eh erst mal nach P.I.T.T.-Force. :)
P.I.T.T.-Force <-> HFT
Mich wundert es, dass du so von P.I.T.T.-Force schwärmst und es empfiehlst, wenn du doch sonst immer für HFT bist, welches du als optimales System bezeichnest. Oder kann man das kombinieren? Baut HFT vllt sogar darauf auf?
PITT - HFT
Zwischen (imho) empfehlenswerten Systemen gibt es oft Parallelen:
Nur ein paar Bsp.:
- Der Fokus auf schwere Grundübungen
- Die Konzentration auf saubere Technik/Kontraktionen
- Erschöpfungs-Management
- usw.