
Ich verließ dieses Haus und trat in eine andere Welt. Sie war mir fremd. Wie in Trance glitt ich die Stufen herab und zerrte mich durch mein Dasein, dessen Schwermut eher aus Schwere denn aus Mut bestand. Die Sonne schien, doch mir war kalt. Ich nahm nichts mehr wahr und doch wusste ich nur eins: Hüftdysplasie ist ein Arschloch!
Was hatte der Onkel Doc erzählt? Auf beiden Seiten Tripleosteotomie? Beide Hüftpfannen brechen, ihren Neigungswinkel verändern und sie dann wieder festschrauben? Eine Seite nach der anderen? Jahrelange Bettruhe – die Hüfte dürfe nicht belastet werden?
Dabei waren doch gerade die schönsten Dinge der Welt mit sehr viel Hüfteinsatz verbunden – und damit mein ich nicht nur Kreuzheben, auch wenn das ganz oben dabei ist.
Man könne sich die paar Jahre Bettruhe auch zu Hause pflegen lassen? Na danke, ich war gerade 19 Jahre, stand ganz kurz vor dem Abi und hatte meinen Eltern eine bilderbuchreife Jugendzeit beschert, in der ich seit meinem ersten Vollrausch und meinem ersten Muskelkater durch Hanteltraining – beides mit 13 – nur noch von einem Lebensextrem ins andere gehüpft war, da mir das normale Jugendleben meiner Mitschüler so seicht vorkam wie das Schwimmen in einer Pfütze lauwarmen Regens.
Mit der Volljährigkeit begann ich Worte wie Rücksicht überhaupt erst wahrzunehmen: Meine Eltern hatten sich ihre Ruhe nach dem Pubertätssturm wohllöblich verdient und das Letzte, was ich wollte, war, dass sie mich wie einen Invaliden jahrelang im Wohnzimmer pflegen müssten. Schwäche war noch nie mein Freund. Um ganz ehrlich zu sein: Ich hasste sie und das wäre ein Weg der Schwäche par excellence gewesen.
Also... Was blieb mir übrig? Trotz alledem blieb ich realistisch. Noch auf dem Weg zum Auto strich ich die Pläne für das Sportstudium und mir kamen auch sofort viele Gründe in den Sinn, wie ich das auch Dritten gegenüber und vor allem auch mir rechtfertigen konnte – ohne dabei auf meine schmerzende Hüfte Bezug nehmen zu müssen. Alles was auch nur den Anschein einer Ausrede haben könnte, war für mich ebenso Tabu wie Schwäche. Eigentlich war es ja auch fast das Gleiche und sprach die selbe Sprache, die nur ein Wort kennt: Mimimi.
Aber genau so fühlte sich meine Hüfte momentan an. Es mussten die vielen kilometerlangen Läufe fürs Boxtraining sein, die dafür verantwortlich waren, denn das Krafttraining betrieb ich nun ja schon einige Jahre. Dreimal die Woche Boxtraining, dreimal die Woche Krafttraining und täglich mit dem Fahrrad die 25 km zur Schule hin und zurück waren in Summe Gift für meine Hüfte und mir wurde klar: Cardio ist scheiße!
Am Widerstand wächst man! Zu viel Bewegung mit zu wenig Widerstand jedoch ist schädlich für den Körper. Er nutzt ab, ohne dabei zu wachsen. Ich dachte an meine religiöse Ader und fragte mich: „What would Bruce do?“ Lees Antwort war klar: „Hack away the unessential.“
Und ich folgte ihm aufs Wort und strich also nicht nur das Sportstudium, sondern auch noch das Boxtraining. Was blieb, war klar: Schweres Krafttraining.
Ausreichend Kraft und Masse, die man dann auch noch gut einzusetzen weiß, können schließlich ebenfalls eine sehr gute Grundlage zur Selbstverteidigung sein – vor allem jedoch schon allein durch Abschreckung und Respekt. Die wahren Siege sind doch sowieso die, bei denen es nicht einmal bis zum Kampf kommt.
So wandelte sich der Schwerpunkt meines Lebens zur Bewältigung progressiver Widerstände. Das Schicksal hat mich dort hingetragen. Es fesselte mich an schwere Hanteln. Es lies mir keine andere Wahl – aber war ich glücklich damit?
So ganz überzeugt war ich noch nicht davon. Eines jedoch war mir klar: Es musste etwas geschehen. In diesem Zustand der Agonie konnte es nicht weitergehen und so ging ich in den Keller um Schluss zu machen. Befand ich mich doch immer noch in einer Art Trance – die Zweifel nagten noch sehr stark an mir...
Ich legte eine Platte Punkrock der feinsten Sorte auf den Plattenteller meiner alte Stereoanlage, legte behutsam und doch völlig emotionslos die zerschlissene Nadel auf mein Lieblingsstück und drehte auf volle Lautstärke – in der Hoffnung, so die Stimmen in meinem Kopf übertönen zu können. Der Blick in den Spiegel war kalt. Alles war kalt. Auch der Stahl, der sich plötzlich in meiner Hand befand.
Die Stimme des Arztes ging mir nicht aus dem Kopf: „Wenn sie sich jetzt nicht operieren lassen, werden die Schmerzen immer stärker. Mit 30 werden sie eine neue Hüfte brauchen.“ Doch ich wusste: Nein, diesen Weg der Schwäche werde ich nicht gehen. Niemals. Ich wähle meinen Weg: den Weg der Stärke.
Ich atmete tief und fest ein und ich gab mir das Leben zurück – jede Faser meines Körpers pulsierte als sie mit mir gemeinsam die 200 kg zur Strecke brachten, die noch von meiner letzten Trainingseinheit vor dem Arztbesuch in der Mitte des zwielichtigen Raumes liegen geblieben waren.
Plötzlich war ich wieder klar. Ich legte die Hantel ab, sah in den Spiegel und fand in meinem Gesicht das hämische Grinsen wieder, das so gerne meine Mundwinkel zierte, während mein Kopf im Takt der Musik nickte. Dabei dachte ich nur:
"Die künstliche Hüfte kann mich mal. Solange es noch Widerstand gibt, solange werde ich auch wachsen und solange bleibe ich auch schmerzfrei."
Hanteln sind die bessere Medizin!
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Kommentare
Einfach wahr!
Bei mir sind es nicht die körperlichen Gebrechen. 2007 wurde bei mir "Bipolare Störung" diagnostiziert und ichh abe lang gebraucht um zu akzeptieren, dass es sich um eine chronische Krankheit handelt, mit der ich leben muss.
Krafttraining hat mir geholfen ohne Tabletten zu leben und ein ausgeglichener Menschen zu werden.
Sogar mein Neurologe musste mittlerweile zugeben "Ich glaube nicht, dass die Tabletten Ihnen helfen, sondern der Sport."
Ich hoffe, dass immer mehr dieses Gefühl erfahren können, wie viel besser Hanteln als Medizin sein können!
Danke
Vielen Dank für diesen tollen Blog und auch diesen tollen Artikel.
Auch mir (29) wurde vor einigen Jahren die Zerbrechlichkeit des eigenen Körpers bewußt. Meine Freundin machte mich auf eine dunkle Stelle am Rücken aufmerksam. Ich bin daraufhin zum Hautarzt und ließ die Stelle begutachten. Die Ärztin war spürbar nervös - was ich bis dahin nicht kannte wenn ich beim Arzt war - und schnitt mir das Teil direkt aus der Haut heraus. Sie müsste es einschicken und das Ergebnis könne ich mir dann 2 Wochen später abholen.
Nach zwei Wochen hatten ich den Termin. Zuerst wurden die Fäden gezogen und dannach kam der Arzt mit ernster Miene und sagte mir, dass das Ergebnis der Laboruntersuchung nicht gut gewesen ist. Die Diagnose. Schwarzer Hautkrebs. Mir hat es in diesem Moment komplett die Füße weggezogen und mir wurde das erste mal im Leben schwarz vor Augen. Ich legte mich auf die Liege beim Arzt und bekam ein Glas Wasser. Nachdem ich mich von dem ersten Schock erholt hatte stand ich auf und der Arzt sagte mir wie es weiter geht. Ich musste in eine Uniklinik und dort wurde ein großes Stück Haut extrahiert was daraufhin wieder ins Labor musste. Diesmal sag es besser aus und die Ärzte (großes Lob an dieser Stelle an die Tübinger Uniklink) erklärten mir das ich gutes Glück gehabt hatte da der Tumor noch im Anfangsstadium war. Seitdem muss ich nun alle halbe Jahre zur Nachsorge. Seit fast 4 Jahren war nun nichts mehr doch die Nervösität vor einem Termin konnte ich immer noch nicht ganz loswerden.
Mittlerweile kann ich einigermaßen mit dieser Krankheit - auch wenn ich sie nicht mehr habe - umgehen. Alleine das ich darüber schreibe - was bisher das erste Mal ist - stellt einen großen Fortschritt für mich dar. Eine ganz Zeit lang hatte mich die Angst um das eigene Leben im Griff. Heute versuche ich mein Leben wieder in die Hand zu nehmen und ich merke wie gut es tut Dinge auszuprobieren, über die man vorher nur gespottet hat.
Irgendwie spüre ich, dass das Jahr 2012 ein gutes Jahr wird und ich stelle mich aufrecht hin - wie Christian es in einem Blogbeitrag schrieb - fühle mich gut und weiß das ich wieder "jemand" bin. Ich versuche zum ersten Mal in meinem Leben meinen Körper ernsthaft aufzubauen und ich hoffe Christians Buch und seine Einstellung zum eigenen Körper wird mir dabei helfen.
Danke Christian für diesen tollen Blog und für das bestimmt auch sehr interessante Buch.
Hüftdysplasie
Hey,
ich konnte mich noch nie so sehr mit einem Artikel identifizieren!
Bin selber 19 und kämpfe ebenfalls mit einer beidseitigen Hüftdysplasie, wobei ich seitdem ich schwerere Kniebeugen und Kreuzheben (dabei immer danach strebe, die Ausführungen in Perfektion zu wiederholen) nahezu Schmerzfrei bin, hattest Du zwischenzeitlich wieder Probleme mit Deiner Hüfte ?
Grüße
Robin
Die glorifizierten, beinahe
Die glorifizierten, beinahe mystischen Darstellungen des Kraftrainings in sämtlichen Artikeln von Ihnen, Herrn Zippel, lesen sich ohne Frage sehr nett, teilweise ist es auch wirklich erheiternd. Dennoch sollten Sie vielleicht etwas differenzierter mit Ihren Meinungen umgehen. Ich bin kein Experte, doch Verletzungen egal welcher Art lassen sich sicherlich nur in den allerwenigsten Fällen mittels Trainingsgewichten von 200kg kurieren.
Beste Grüße
Lieber Dave
da haben Sie völlig recht. Man sollte stets progressiv bleiben und versuchen, noch höhere Trainingsgewichte zu erreichen. ;)
Aber mal Ernst beiseite:
Akute "Verletzungen" sollten sicherlich geschont werden. Darüber hinaus sollte jedoch weniger geschont und mehr zum Wachstum beigetragen werden -> durch Wachstumsreize aka Widerstand.
Mir persönlich widerstrebt die rein passive Haltung, die wir in unserer Gesellschaft zum Arzt-Patienten-Verhältnis/zur Gesundheit/zum Umgang mit Leiden haben.
Das beginnt bereits beim Begriff "Patient". Etymologisch betrachtet rührt dieser vom lateinischen "patere" her und bedeutet so viel wie: leiden, (er)dulden, zulassen.
Der Patient nichts, der Arzt alles. Bei komplexen Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden mag der studierte/erfahrene Doktor sicherlich um Welten fachkompetenter sein, aber kein Mensch ist rein passiv und in Bezug auf seine Gesundung vollkommen hilflos
Jeder Mensch ist dazu fähig, durch einen aktiven und entwicklungsorientierten Denk- und Lebensstil seine eigene Rehabilitation, Entwicklung und Stärkung voranzutreiben. Für dieses Verständnis trete ich ein, für das menschliche Potenzial und für mehr Eigenverantwortung...
Das sind Fremdworte für viele Ärzte und Mitmenschen und das gilt es zu ändern. Das Krafttraining an sich ist dafür sicher nicht der heilige Gral, aber in seinem tieferen Verständnis liegt sehr viel Bedeutung für uns Menschen verborgen, die es zu illuminieren gilt.
Rückfall?
Ich hatte während meines Studiums eine Zeit, in der ich nicht mehr regelmäßig schwer gebeugt und gehoben hatte, da fing es nach und nach an, sich wieder bemerkbar zu machen. Gleiches gilt für regelmäßiges, ausuferndes Cardio.
Seitdem ich jedoch wieder regelmäßig am Eisen bin und mich schwerpunktmäßig auf dieses konzentriere, bin ich vollkommen schmerzbefreit.
Athrose in den Knien sind weg
Hi Christian,
Dein Blog und Dein Buch zeichnen sich durch Ihre hervorragende Qualität aus! Mein Kompliment! Auch ich habe Hochachtung vor Deinem Werdegang!
Eine Frage habe ich doch an Dich:
Bei mir wurde vor einiger Zeit Arthrose in den Knien festgestellt. Das Laufen habe ich komplett eingestellt. Inzwischen trainiere ich aber seit gut 2 Jahren (traditionelle Schule, funktionales Krafttraining) mit viel Kniebeugen. Und ich habe keine Schmerzen mehr. Im Gegenteil beim Skifahren kann ich mich besser und länger in der Kniebeuge bewegen - alles ohne Probleme.
Deshalb kann ich Dein Statement aus eigener Erfahrung bestätigen.
Meine Frage nun: Wie wirkt sich funktionales Krafttraining langfristig auf die Gelenke, Bänder und Sehnen aus - insbesondere bei vorherigen Beschwerden? Gibt es auch schon Erfahrungen mit Krafttraining bei Arthrose?
Ich freue mich auf Dein Feedback!
Gruß,
Alex
Kniearthrose
Hallo
Auch ich habe Kniearthrose und kann hier eine mustergültige Geschichte schreiben:
Also, zu mir: ich bin 28 Jahre alt und Bodybuilder
Die Geschichte: während meiner Teenie-Jahre war ich Fussballer (...) am Tag nach dem Training oder Spiel hatte ich jeweils Schmerzen im linken Knie. Als ich etwa 18 Jahre alt war, und ich mir nicht mehr vorstellen konnte, dass ich über 4 Jahre lang Wachstumsschmerzen hatte, suchte ich einen Orthopäden auf. MRT. Es stellte sich heraus, dass der Knorpel defekt war, ein freier Gelenkskörper war sichtbar und es war ein rechtes Stück. Der Orthopäde riet mir jedoch, nichts machen zu lassen, da die Beschwerden verhältnismässig gering waren. Dies sollte sich später noch als Fehler erweisen.
Ungefähr zur gleichen Zeit fing ich mit Krafttraining bzw. Bodybuilding an. Ich hatte immer seltener Schmerzen und mit der Zeit habe ich meine Arthrose sogar fast vergessen. Märsche über 40km (Militär) waren überhaupt kein Problem...
Dann aber, im Frühling 2010 stieg ich zuhause die Treppe runter - das Knie blockiert - ich ziehe die Bewegung durch - knack - UUUAAAHH!!! Ich konnte nicht mehr gehen, legte mich hin, versuchte später mit dem Fuss gegen den Schrank am Fussende des Bettes zu drücken - UUUAAAAHH!!! nichts ging mehr. Am nächsten Tag konnte ich wieder einigermassen gehen und suchte die Notaufnahme im Spital auf (es war Ostersonntag).
Die Ärztin veranlasste ein Röntgen - man sah nichts, Knochen i.O. Bänder und sehen gemäss Test auch ok... Termin beim Ortho 2 Wochen später - MRT - erneuter Termin beim Ortho: "Ja, dieses Knie Herr XY" tiefe Furchen hatte er auf der Stirn. Wir haben uns die Bilder angesehen und es sah nach Trümmerlandschaft aus. Es waren jetzt 2 freie Gelenkskörper (der alte wurde beim Treppensteigen eingeklemmt und hat so ein 2. Stück herausgebrochen). Termin für Arthroskopie 4 Wochen später. In der Zwischenzeit habe ich rumänisches Kreuzheben gemacht, ansonsten kein Beintraining. Konnte aber wieder schmerzfrei gehen.
Dann war die Operation: Entfernung der freien Gelenkskörper und Microfracturing. Danach 4 Wochen nur teilbelasten und danach langsam wieder voll belasten. Die Prognose des Ortho: wahrscheinlich werde ich Schmerzen haben, darum will er eine Umstellungsosteotomie durchführen (Unterschenkel zersägen, und mit einer leichten Neigung nach aussen wieder verschrauben, sodass die Belastung auf die Aussenseite des Knie kommt, der Schaden am Knorpel ist auf der Innenseite). Ich war am Boden zerstört, dies hätte ein halbes Jahr ohne Training bedeutet...
2 Wochen nach der Operation hatte ich ein Schlüsselerlebnis: Ich war im Garten am Grillen (richtig: mit Holzkohle) und wollte gerade den Rost auflegen, dabei lagen meine Krücken neben mir im Gras und ich hüpfte einbeinig auf den Grill zu (...) wie es der Zufall wollte, war durch den Lüftungsschlitz unten ein kleines Stück glühende Kohle zu Boden gefallen und ich hüpfte genau darauf. Reflexartig den Fuss hochgenommen, mit dem operierten Bein abgestanden und zum Planschbecken der Kinder gehüpft... Als ich dann wieder langsam klar im Kopf wurde, habe ich kapiert, dass ich jetzt auf dem Bein herumgehüpft bin, das mir Schmerzen bereiten müsste. Und so habe ich neuen Mut gefasst.
6 Wochen nach der OP hatte ich wieder einen Termin beim Ortho. Da konnte ich ihm berichten, dass ich bereits wieder Kniebeugen mit 60kg Zusatzgewicht mache und auch Kreuzheben... und das ganze Schmerzfrei. Er staunte nicht schlecht und führte meine Schmerzfreiheit auf meine gute Muskulatur zurück... keine weiteren OP's... ich war glücklich und bin es bis heute... Meine Kniebeugen mache ich unterdessen mit 160kg - Hanteln sind die bessere Medizin!
Wow
Meinen Respekt, das klingt sehr gut. Wär fast schon einen eigenen Artikel wert...
Danke für den Kommentar.
Antwort WOW
etwas genauer habe ich das hier beschrieben:
http://www.swiss-bb.ch/forum/viewtopic.php?f=1&t=6044
Habe beim durchlesen festgestellt, dass ich den Wiedereinstieg ins Training nicht ganz korrekt dargelegt habe, die Erinnerung ist schon nicht mehr so gut. Wenn du willst, darfst du gerne den Text von Swiss-BB kopieren... ich denke meine Geschichte könnte doch den einen oder anderen ermutigen.
An dieser Stelle ein grosses Lob an dich für deine Seite, einfach nur genial.
Grüsse
Simon
@Simon
liest sich gut. Wär ein schöner Artikel. In dem Forum ist es durch die verschiedenen Beiträge jedoch etwas zerstückelt. Wenn Du es zu einem Text zusammfügen würdest, würde das Ergebnis best. auf Interesse stoßen.
Wenn Du Lust dazu hast, melde Dich doch einfach über Facebook oder per mail!
alles gute!
ch.
Passiver Bewegungsapparat
Hey Alexander,
das hört sich doch gut an. Was Du da erlebst, ist genau der Aspekt, der in unserer Gesellschaft noch nicht angekommen ist.
Es ist nicht die Bewegung an sich, die "heilt", sondern der Widerstand. Zu viel Bewegung mit zu wenig Widerstand geht am Ziel vorbei. Es setzt keine Wachstumsreize, aber die sind notwendig, um nicht abzubauen.
Die Medizin scheint mir in puncto wachstumsförderndes Potenzial des Widerstandes noch im Mittelalter zu hocken.
Alles was lebt, wächst am (spezifisch angemessenen) Widerstand. Das ist der Weg der Natur und das gilt auch für den passiven Bewegungsapparat - also Bänder, Sehnen, Knochen, Gelenke und Knorpel. Nur weil dieses Gewebe einen verlangsamten Stoffwechsel hat, ist es noch lange nicht tot. Es lebt und wächst an der Belastung. Schau mal hier rein:
http://www.derwillezurkraft.de/content/schweres-krafttraining-zerst%C3%B...
...
...ja scheiße, held ;)
Salve, trainierst du die
Salve,
trainierst du die Deltas isoliert durch Seitheben, oder werden sie durch Übungen wie Klimmzüge oder Kreuzheben ausreichend geformt?
Bist du schmerzfrei? Meinst du, dass du auf lange Sicht mit deiner Hüfte klar kommst?
Ich kenne dieses Gefühl, aus allen Wolken zu fallen.
Das erste mal war das, als ich meine Brille bekommen habe, ich war damals 12 Jahre alt und fand das ziemlich scheisse. Ich hasse das Gefühl von irgendetwas abhängig zu sein.
Letztes Jahr kam dann mein persönlicher Hammer, auch wenns wohl im Gegensatz zu einer Hüftdysplasie ein Witz ist. Auf einmal habe ich in meinem Blickfeld viele schwarze Punkte gesehen.
Ich dachte erst, das käme davon weil ich besoffen mit Kontaktlinsen geschlafen habe, aber als sie nicht weggingen, bin ich zum Augenarzt gefahren, der mir erklärt hat, dass das eben manche Leute bekommen und nicht mehr verschwindet.
Da brach für mich erstmal eine Welt zusammen, für den Rest meines Lebens diese Punkte sehen? What the fuck?
Wie dem auch sei, jetzt, anderthalb Jahre später habe ich mich daran gewöhnt und sehe sie kaum noch. Letztenendes hat es mich wie ich finde nach vorne gebracht. In der darauffolgenden Zeit habe ich mich damit auseinandergesetzt und bin irgendwann damit klar gekommen. Ich habe mir immer wieder eingeredet, das ich auch so meine Ziele erreichen kann, will und muss.
Auch wenn es kein großes Problem war, mir ist eines klar geworden. Die Gesundheit und der eigene Körper ist unser kostbarstes Gut, wenn damit etwas nicht stimmt, wird alles andere unwichtig und lächerlich. Oder, wie Rapper Bushido es formuliert: Ein gesunder Mensch hat tausend Wünsche, doch ein kranker nur Einen.
In diesem Sinne:
Vale!
Deltas, Schmerzen
Servus,
Deltas werden durch Zug- und Drückübungen wunderbar mittrainiert. Der seitl. könnte da etwas zum Sorgenkind werden. Aber wer hier regelmäßig Powerübungen aus dem Gewichtheben (wie z.B. High Pulls oder Power Snatch) macht, bekommt auch hier gute Wachstumsreize. Ergänzend kann man dann ruhig noch Seitheben machen. Wichtig ist, dass man überhaupt trainiert - progressiv und beharrlich.
Ja, ich bin ziemlich schmerzbefreit ;) Solange ich schwer und frei trainiere und nicht mit exzessivem Cardio und Dehnen beginne, ist alles paletti.
Sobald ich längere Pausen im Training hatte, nur locker belastete, nur mit Geräten trainiert hab, Gymnastik/Dehnen oder viel Cardio gemacht hab, kamen die Schmerzen wieder. Freier natürlicher Widerstand ist alles, was mir hilft. Training ist meine Therapie - ein Leben lang.
Hallo Christian, Ich kenne
Hallo Christian,
Ich kenne das, habe einmal beim Kniebeugen-Max-Versuch Knieschmerzen bekommen, habe einen Monat pausiert, ohne dass es besser geworden ist, zumindest nicht wirklich. Aber das Pausieren war irgendwie nichts für mich, ich habe das Training wieder aufgenommen und die Schmerzen werden täglich weniger, ich merke mein Knie vllt einmal kurz am Tag, sonst ist alles top.
Ist es nun allerdings möglich, dass sich, obwohl die Schmerzen weggehen, sich der Schmerzensherd noch verschlimmert? Was würde passieren, wenn ich das Training aprupt abbrechen würde, für längere zeit, versteht sich?
Schöner Rücken von dir! Kann
Schöner Rücken von dir! Kann man eigentlich auch später Veröffentlichungen von dir erwarten die mit deinem beruflichen Werdegang tangieren. Immerhin arbeitest du ja mit dem Harald zusammen. Dein bisheriger Lebenlauf ist jedenfalls eine sehr gute Leistung zu der ich dich beglückwünsche.
Bleib gesund und wachse weiter.
Schnittstellen sind
Schnittstellen sind vorhanden... Wobei ich zukünftig schwerpunktmäßig pragmatische Literatur schreiben wollte. Das hilft den Menschen mehr. Ansonsten hab ich auch schon das ein oder andere Kleinvieh auf dem Markt ; z.B.:
http://www.amazon.de/Kritik-ontologischen-Weltbildes-Komplementarit%C3%A...
http://www.amazon.de/Wissen-nicht-wissen-glauben-neurowissenschaftlicher...
http://www.amazon.de/Individuum-oder-Institution-Wurzeln-Freiheit/dp/364...
Meine Dissertation dürfte relativ lesenswert werden - insofern sie angenommen wird ;)
Vielen Dank. Ich bin schon
Vielen Dank. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Die von dir vorgeschlagenen Titel klingen auf jeden Fall vielversprechend und decken eines meiner Hauptinteressen in Philosophie ab.
Einer der besten Artikel
Einer der besten Artikel bisher! ..
Weiter so Christian!