Auf an die Front(kniebeuge)

Schwer zu beugen ist essentiell für die Entwicklung eines starken, muskulösen und gesunden Körpers. 'Gesund' nicht im Sinne einer fragilen Gesundheit, die nur momentan frei von Beschwerden ist, sondern im Sinne einer robusten, widerstandsfähigen Gesundheit, die von nichts so schnell ins Wanken gebracht werden kann.

Die klassische Kniebeuge...

ist jedoch ein zweischneidiges Schwert.

Erstens ist hier – je nach Hebelverhältnissen – der untere Rücken starken Belastungen ausgesetzt, was gerade dann, wenn man auch schweres Heben und/oder vorgebeugtes Rudern im Plan hat, oft zu Komplikationen führen kann – insbesondere dann, wenn man eine hohe Trainingsfrequenz fährt.

Zweitens ist wirklich schweres Beugen eine durchaus gefährliche Angelegenheit. Wirkliche Fortschritte macht man nun einmal auch nur dann, wenn man an seine Grenzen geht. Momentane Leistungsgrenzen kann man schlussendlich nur überschreiten, wenn man es auch versucht. Oft genug scheitert man jedoch dabei, gerät ins Wanken und schafft es nicht mehr die Hantel zu kontrollieren. Bei höheren Lasten und plötzlichen Krafteinbrüchen können einem ein paar Spotter im Ernstfall auch nicht mehr helfen.

Ein Bekannter ist vor geraumer Zeit auch mit über 200 kg im Nacken kopfüber in den Kniebeugeständer gerauscht, obwohl er maximal weit mehr beugen konnte. Es war nur ein winziger Augenblick; ein kleine Zuckung im rechten Bein genügte und die Stabilität der sonst so stabil wirkenden Säulen brach zusammen wie die von Zahnstochern.

Zum Glück hatte der Ständer Sicherheitsablagen. Oft ist dies jedoch nicht der Fall und je schwerer man beugt, je mehr Zentner man auf der Stange hat, umso weniger möchte ich mir ausmalen, was da alles passieren könnte, wenn man unter ein paar hundert Kilogramm lebendig begraben wird.

Seien wir doch einmal ehrlich: Wir alle – oder zumindest die, die wissen, was ein unnötiges Risiko ist – haben einen Heidenbammel vor solch einem Unfall. Bei der Kniebeuge gehen wir lieber auf Nummer sicher. Aber selbst, wenn wir hier nie mit Maximalgewichten trainieren würden – was ziemlich langweilig ist – kann es dennoch immer mal zum Unfall kommen. Auch geringere Gewichte von 100-200 kg (je nach eigenen Körperausmaßen) können sehr verletzend sein.

Natürlich könnte man das Gewicht auch nach hinten abwerfen. Das wird aber auch nicht immer klappen. Allenfalls dann, wenn wir die Technik noch im Griff haben und den Widerstand einfach nicht mehr bewältigen können, dann können wir auch nach vorne wegspringen und die Hantel nach hinten schubsen. Wenn wir jedoch bereits die Stabilität eines Beines einbüßen oder im schlimmsten Fall sogar mit der Hantel im Nacken nach vorne kippen, dann sind wir auch nicht mehr in der Lage, uns konfliktlos von der Hantel zu trennen.

Die einzige Möglichkeit, einigermaßen sicher schwer zu beugen, sind die stählernen Spotter in Form eines soliden Power Racks. Wer es zur Verfügung hat, kann sich glücklich schätzen. Aber wer hat das schon?

Wir halten also fest:
Die Kniebeuge besitzt zwar enormes Potenzial, wir können dieses Potenzial jedoch bei weitem nicht nutzen. Umso höher die Last ist, desto gefährlicher wird es hier für uns. Des Weiteren entsteht eine hohe Belastung für den unteren Rücken, was zu Komplikationen mit anderen stark rückenbelastenden Übungen führen kann.

Doch für diese beiden Probleme gibt es zum Glück eine sehr erfolgversprechende Lösung.

Ein Hoch auf die Frontkniebeuge

Die klassische Kniebeuge – auch 'Back Squat' genannt – birgt noch ein weiteres Problem: Man kann sie auch weiterhin ausführen, selbst wenn die Körperspannung mal ein wenig nachlässt und der Rücken dabei einrundet. Dies kann man bei jüngeren Beugern immer wieder sehen. Oft strecken sich schon die Beine, bewegt sich die Hüfte nach oben, während Hantel und Schultergürtel nicht hinterherkommen. Dies ist nicht nur ineffizient und koordinativ mangelhaft; es kann auch gefährlich werden. Weit kommt man so auf jeden Fall nicht.

Bei der Frontkniebeuge sieht der Fall jedoch anders aus: Wer hier den Oberkörper nicht aufrecht halten kann und die Hantel sowie der Schultergürtel nicht gemeinsam mit der Hüfte nach oben kommen, dann bricht sofort die Statik des Gesamtsystems zusammen und die Hantel plumpst nach vorne runter.

Hier sind wir direkt beim nächsten Vorteil: Wenn man hier nicht mehr hochkommt oder sonstige Technikschwierigkeiten und Schwächeanfälle hat, kann man die Hantel relativ sicher und sehr simpel nach vorne weggleiten lassen. Das ist bedeutend einfacher, als ein Abwerfen der Hantel nach hinten, was oft nur bedingt möglich ist. Aber um beim Frontkniebeugen unverletzt zu überleben, muss man nur die Stange loslassen, die Beine durchstrecken und die Hüfte schnellstmöglich nach hinten verfrachten. Das ist alles und es funktioniert sehr gut.

Hinzu kommt, dass die Belastung auf den unteren Rücken bedeutend geringer ist, da man hier schließlich mit einem sehr aufrechten Oberkörper beugen muss, da die Stabilität des Gesamtsystems nur dann gewährleistet ist, wenn der Schwerpunkt von der Hantel und dem des Körpers übereinstimmen. Dieser liegt im Bereich zwischen Mittelfuß und Knöchel – die Last insgesamt sollte gleichmäßig auf den gesamten Fuß verteilt sein.

Frontkniebeugen sind somit eine sehr gute Übung in Kombination mit normalem Kreuzheben. Ebenso gute Kombinationen sind auch normale Beugen und Sumo Kreuzheben oder Kreuzheben mit gestreckten Beinen. Aber nur bei den Frontkniebeugen hat man diesen so enorm wichtigen Faktor: Sicherheit.

Hier kann man zwar insgesamt weniger Lasten bewegen als bei klassischen Beugen, aber dafür werden der Glut und der untere Rücken – für das Kreuzheben – geschont und die Hauptbelastung wird viel deutlicher auf den Quadrizeps geschoben. Und wenn man sich in unseren Studios mal umsieht, dann sind gute Quads wirklich Mangelware. Aber so wird das nichts. Kein majestätischer Tempel wird jemals auf tönernen Füßen stehen – wir müssen allesamt viel mehr beugen, viel schwerer und viel öfter.

Ebenso wie ein gewaltiger Baum nur durch starke und solide Wurzeln Bestand haben kann, so gilt dies auch für unseren Körper.

Doch wir haben Bammel vor den zentnerschweren Lasten auf unserem Rücken – durchaus zu Recht. Frontkniebeugen sind hier unsere Lösung.

Das Besondere an Frontkniebeugen...

ist die enorme Stabilität im gesamten Körper, die sie einem Menschen abverlangen. Beim klassischen Beugen erfährt dieser Begriff der Stabilität – insbesondere in Bezug auf den Oberkörper – eine enorme Toleranz. Wandert die Stange jedoch an die Front, so gelingt die Beuge hier nur demjenigen, der es versteht, nicht nur seinen Unterkörper, sondern auch seinen Oberkörper absolut stabil zu halten.

Diese Stabilität wird hier von Anfang an von uns gefordert und somit auch gefördert. Frontkniebeugen sind somit die beste Möglichkeit um zu lernen, wie man bei jeglichem Training die Oberkörperstabilität beibehält. Wenn dies einmal nicht klappt, bricht die Statik sofort zusammen – ein besseres Feedback als dieses direkte Gefühl des Stabilitätsverlustes kann einem keine Kamera, kein Spiegel und auch kein Trainer bieten.

Es wäre somit mehr als nur vernünftig die Frontkniebeuge noch vor dem klassischen Beugen und Heben zu erlernen. Erst wenn man es schafft, hier mit dem Oberkörper stabil zu bleiben, wird man es auch beim schweren klassischen Beugen und Heben schaffen.

Die Belastung wird hierbei nämlich nicht hauptsächlich auf den unteren Rücken geladen, sonder auf die gesamte Stützmuskulatur des Oberkörpers.

Oft vergessene und doch so wichtige Muskeln

Frontkniebeugen belasten nicht nur wunderbar die Beine – insbesondere die Quads – sondern auch den gesamten Rückenstrecker. Diese autochthone Rückenmuskulatur ist im Gegensatz zur allochthonen Rückenmuskulatur (z.B. Latissimus und Trapezmuskel) von grundlegender Bedeutung für das Aufrichten und Stabilisieren der Wirbelsäule.

Hinzu kommen all die Muskeln zur Aufrichtung und Stabilisierung des Brustkorbes unerlässlich sind, die jedoch ansonsten so gut wie nie trainiert werden:

Beginnen wir mit dem Zwerchfell. Diese Muskel-Sehnen-Platte trennt die Brust- von der Bauchhöhle und ist wohl der wichtigste Atemmuskel. Es kontrahiert beim Einatmen und ist normalerweise nur den gebräuchlichen Widerständen normaler Atemvorgänge ausgesetzt. Wenn nun jedoch ein paar Zentner kalten Stahls zusätzlich auf dem Brustkorb lasten, ist es alles andere als einfach, hier eine normale Atmung aufrecht zu erhalten.

Beim Frontkniebeugen stößt man hier anfänglich sehr schnell auf gewisse Grenzen, die die Schwäche unserer Atemmuskulatur deutlich werden lässt. Erst nach und nach wird sie so wie die restliche Muskulatur unseres Körpers an die Widerstände adaptieren und eine starke Atmung zu haben ist in vielen Lagen des Lebens von enormer Bedeutung.

Neben dem Zwerchfell, welches den Brustkorb nach unten hin abgrenzt, trainieren wir beim Frontkniebeugen auch alle weiteren Muskeln des Brustkorbes, die beim Einatmen – der Inspiration – beteiligt, und somit auch beim Stabilisieren desselben von enormer Bedeutung sind. Diese Muskeln werden deswegen auch als Inspiratoren bezeichnet.

Zu nennen sind hier noch die äußeren Zwischenrippenmuskel (M. intercostalis externus), die die Rippen anheben und somit zur Erweiterung des Brustkorbes beitragen.

Außerdem arbeiten hier die Rippenheber (M. levatores costarum), die zwar an den Rippen ansetzen, entgegen ihres Namens in Wirklichkeit jedoch nicht die Rippen heben, sondern die jeweils höheren Wirbelkörper, an deren Querfortsätzen sie verankert sind, nach unten hin absenken. Auf diese Weise wird eine Verbindung von Brustkorb und Wirbelsäule gewährleistet und letztere bei Kontraktion aufgerichtet, was indirekt auch eine Hebung der Rippen zur Folge hat.

Des Weiteren sind der vordere sowie hintere obere Sägezahnmuskel (M. serratus anterior und M. serratus posterior superior) gefragt. Der vordere Sägezahnmuskel ist vielen als Serratus oder auch als Boxermuskel bekannt und vermag es, ein wirklich ästhetisches Sägezahnmuster auf unseren Brustkorb zu zaubern. Er verbindet unsere Schulterblätter mit unseren Rippen und ist somit ebenfalls von enormer Bedeutung für die Stabilisierung des Brustkorbes.

Frontkniebeugen sind somit eine super Ausgleichsübung für all die Crunches und Überzüge die wir machen und dabei auch immer diejenigen Muskeln des Brustkorbes trainieren, die die Rippen zusammenziehen wie z.B. der kleine Brustmuskel (M. pectoralis minor), die inneren Zwischenrippenmuskeln (M. intercostalis internus) u.v.m. Frontkniebeugen trainieren all die Muskeln, die die Rippen des Brustkorbes heben und stabilisieren. Eigentlich sind sie somit unabdingbar. In der Studiorealität werden sie jedoch so gut wie nie ausgeführt und deswegen weisen auch fast alle hier enorme Schwächen auf.

Wenn man das Ganze einmal aus diesem Blickwinkel überdenkt, dann sollte die Frontkniebeuge eigentlich das Mittel erster Wahl sein, wenn es darum geht, ordentlich Fleisch auf den Brustkorb zu packen - wenn man vom großen Brustmuskel (M. pectoralis maior) mal absieht. Keine andere Übung, nicht einmal schwere Kniebeugen in klassischer Ausführung, vermag dies so effektiv. An zweiter Stelle für dieses Anliegen steht ganz sicherlich der Überzug. Wer somit diese beiden Übungen kombiniert, wird sicherlich noch ein paar cm Brustumfang zulegen können und auch bei den schwereren Belastungen des Lebens und Trainings kraftvoll durchatmen können.

Zur Ablage der Hantel

Es gibt zwei sinnvolle Möglichkeiten um die Stange beim Frontkniebeugen sauber abzulegen:

Entweder man hält die Unterarme fast parallel zueinander oder man verkreuzt sie. Die Oberarme müssen in beiden Varianten immer so parallel wie möglich zum Boden gehalten werden. Nur wenn die Ellenbogen beständig unter voller Anspannung und weitest möglich nach oben gehalten werden, ist die erforderliche Oberkörperspannung gewährleistet. Die vordere Schulter wird somit ebenfalls stark gefordert.

Die erste Variante (s. Bild ganz zu Anfang des Artikels) wird klassisch von Gewichthebern verwendet. Schließlich ist sie die Ausgangsposition zum Stoßen und somit unabdingbar. Die Griffweite liegt dabei knapp über Schulterbreite. Man muss jedoch ausreichend beweglich im Ellenbogengelenk sein, um hier die Hände vollständig geschlossen an der Stange halten zu können. Wenn dies nicht möglich ist, führt dies bereits zu Einbrüchen der Oberkörperstabilität.

Aus diesem Grund ist bei vielen auch die zweite Variante zu empfehlen, bei der die Unterarme miteinander verkreuzt werden und die Hände – mit einer geringeren Griffweite als Schulterbreite – auf der jeweils anderen Körperseite an der Stange angreifen.

Bei beiden Varianten ist es jedoch von enormer Bedeutung, dass die Stange auf Muskelmasse liegt und nicht direkt auf den Schlüsselbeinen. Um dies zu ermöglichen, muss der Brustkorb aufgerichtet und die Schultern nach vorne bewegt werden – der große Brustmuskel (M. pectoralis major) kommt somit auch noch mit ins Spiel. Insbesondere auf die obere Brustmuskulatur kommt es an. Auf dieser und auf dem vorderen Delta muss die Stange abgelegt werden, um nicht all zu viel Schmerzen hervorzurufen.

Nichtsdestotrotz werden ab einer gewissen Last auch gewisse Schmerzen auftreten – mal ganz abgesehen von den nicht gerade angenehmen Atemproblemen. Diese beiden Schwäche-Symptome werden jedoch mit der Zeit weitestgehend abnehmen. Der Körper gewöhnt sich daran: Die Muskeln der Ablage werden bedeutend resistenter und die Atmung um Welten kraftvoller.

Weiteres zur Ausführung

Mehr als bei allen anderen Beugevarianten (mal abgesehen von der Überkopfkniebeuge) kommt es bei der Frontkniebeuge auf eine absolut stabile Haltung an und zwar von der ersten Sekunde an, sobald man das Gewicht aus der Halterung hebt. Hier nur ein paar Richtlinien:

1. Die Ellenbogen müssen immer unter Spannung stehen und aktiv in Richtung Decke gedrückt werden und zwar solange, bis die Hantel wieder abgelegt wird. Insbesondere am tiefsten Punkt der Beuge, wo die Gefahr am größten ist, dass die Ellenbogen nach vorne/unten kippen, muss dieser Punkt beachtet werden.

2. Hier kommt auch direkt der zweite und nicht minder wichtige Punkt ins Spiel: Der Brustkorb muss immer weitest möglich aufgerichtet sein. Das Brustbein muss so weit in Richtung Decke gebracht werden wie möglich – ohne dabei in ein zu extremes Hohlkreuz zu verfallen. Auch das Zwerchfell und alle weiteren – bereits angesprochenen – stabilisierenden Muskeln des Brustkorbes müssen voll angespannt bleiben, damit der Druck in demselben aufrecht erhalten werden kann.

3. Wenn man in den Bereich maximaler Gewichte kommt, wird es sehr schwer in der negativen Phase einzuatmen. Der Druck auf den Brustkorb ist hier einfach zu hoch. Aus diesem Grund muss hier bereits vorher ausreichend tief geatmet und Luft geholt werden und die negative Phase in einem Zustand der Blockierung begangen werden.

Für seinen Bluthochdruck ist dabei jeder selbst verantwortlich. Bei einem gesunden Herzkreislaufsystem ist dieses Vorgehen jedoch nicht als schädlich, sondern sogar eher als stärkend zu werten. Dennoch befolgt natürlich jeder diese Tipps auf eigenes Risiko hin.

Für die positive Phase hat sich das sogenannte Valsalva-Manöver – das Ausatmen bei fast geschlossener Stimmritze – bewährt. Ein vollständiges Ausatmen würde hier den Innendruck des Brustkorbes schwächen und somit das erfolgreiche Abschließen der Wiederholung unter erschwerte Bedingungen stellen, wenn nicht sogar unmöglich werden lassen.

4. Der gesamte Körper muss von Anfang an unter vollster Spannung stehen. Der Rücken muss gerade sein und gerade bleiben. Der Bewegungsumfang sollte so groß sein, wie möglich – solange die Oberkörperstabilität dabei gewährleistet bleibt.

5. Die Hantel sollte einen geraden Bewegungsverlauf senkrecht über dem Bereich zwischen Mittelfuß und Knöchel verfolgen.

6. Wenn man scheitert, lässt man die Hantel los, beugt sich dabei nach vorne, drückt die Beine durch und springt mit der Hüfte voran nach hinten weg. Dabei sollte man vorher sicher gestellt haben, dass unter der Hantel keine Scheiben oder sonstige Gegenstände liegen und auch die Füße des Kniebeugeständers nicht im Weg stehen, damit die Hantel nicht noch Anlass bekommt, unkontrolliert durch die Gegend geschleudert zu werden.

Außerdem sollte man auch auf einem ausreichend stabilen Boden trainieren. Fitness-Buden mit Parkett-Boden sind sowieso der falsche Ort, für ernsthaft trainierende Athleten. Aber über die richtige Studiowahl habe ich mich ja sowieso schon ausgelassen.

Fazit

Das wars eigentlich auch schon. Frontkniebeugen sind die Lösung für viele Probleme:

Sie schonen den unteren Rücken für schweres Kreuzheben und Rudern in Vorbeuge. Sie legen den Schwerpunkt auf den Quadrizeps. Sie stärken den gesamten Brustkorb und darüber hinaus die Stabilität des gesamten Oberkörpers. Sie kräftigen unsere Atemmuskeln und sie sind die beste Möglichkeit um weitestgehend gefahrlos schwer beugen zu können.

Darüber hinaus sind sie eine notwendige Ausgleichsbewegung für alle, die regelmäßig Crunches und Überzüge trainieren und mit diesen im Verbund, die beste Möglichkeit, um auch auf die Muskulatur des Brustkorbes unterhalb des großen Brustmuskels ausreichend Masse aufbauen zu können.

Sie sind die beste Variante für all diejenigen, die auch in der Disziplin des Beugens bis an ihre Grenzen gehen wollen und kein Power Rack zur Verfügung haben. Sie sind die Möglichkeit um endlich auch das Potenzial schwerer Beugen für die eigene Entwicklung zu nutzen.

Also auf an die Front mit der Stange!


Bilderquellen:
jontunn; Uwe Gille

Kommentare

Frontkniebeuge für die Beinmuskeln ?

Hallo Christian Zippel,

danke erst mal für diesen Beitrag.
Ich hätte da eine Frage:

Meine Situation: Ich trainiere seit einem Jahr und mache die klassischen Kniebeugen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass dadurch vorwiegend mein Gesäßmuskel und mein unterer Rücken belastet wird und dementsprechend Wachstum verzeichnet werden kann.

Nun habe ich gelesen (im Muskel Guide von Delavier), dass es bei der Kniebeuge die Morphologie darüber entscheidet, welche Muskeln belastet werden. Hierbei kommt es auf das Größenverhältnis von Gliedmaßen und Rumpf an. Sind Gliedmaßen im Verhältnis zum Rumpf größer ( wie bei mir), werden Gesäßmuskel und unterer Rücken anstatt die Beine belastet.
Ich verstehe die Kniebeuge aber als Beinübung und möchte sie auch dementsprechend verwenden.

Als am Anfang von Hebelverhältnissen gesprochen wird, handelt es sich da um dieses Rumpf-Gliedmaßen-Verhältnis ?
Wenn das so wäre könnte ich die Frontkniebeuge zum Aufbau meiner Beine verwenden.
Ansonsten sehe ich keine andere Möglichkeit als die Kniebeuge (traurigen Herzens) aus meinem Programm zu entfernen, da sie meine Beine nicht primär trainiert (aufbaut).

Für die Antwort vielen Dank im Voraus.

Schwerpunkte

Wir sollten weniger gezielt Muskelregionen und dafür verstärkt Bewegungen trainieren. Das Beugen trainiert Deine Fähigkeit zu beugen - und somit auch die beteiligte Muskulatur in genau der Art und Weise, wie sie Deiner Physiologie angemessen ist.

Frontkniebeugen sind aber eine sehr gute Option fürs Beintraining - eine sehr nützliche Alternative zu normalen Beugen, insb. wenn auch regelmäßig gehoben wird.

Sind meine Informationen

Sind meine Informationen bezüglich der unterschiedlichen Physiologie denn korrekt ?
Du hattest selbst von diesen "Hebelverhältnissen" gesprochen, die eine unterschiedliche Belastung hervorrufen. Entschuldige, aber den Teil verstehe ich dann nicht ganz.

Ich habe die Frontkniebeuge

Ich habe die Frontkniebeuge ausprobiert und festgestellt, dass nun auch meine Oberschenkelmuskulatur wieder ausgelastet wird.
Insofern eine gute Variation für mich.

Griff

Hallo :)

Gestern habe ich angefangen zu Heben, das hat soweit auch ganz gut geklappt.
Heute habe ich mich also an die Frontkniebeuge gemacht, hatte aber ein paar Probleme mit dem greifen der Stange. Mein Problem war aber, dass ich, so wie auf dem Bild oben, die Langhantel nicht halten konnte. Ich weiß nicht, ob mein Brustmuskel zu wenig ausgeprägt, oder aber mein Handgelenk nicht beweglich genug ist, auf jeden Fall hatte die Hantel in der Beuge keine Ablagefläche und die Last lag auf meinen Armen.

Mit der anderen Methode hat es dann funktioniert, allerdings wäre es mir lieber wenn ich die erste Grifftechnik anwenden könnte, weil ich mir nicht von Anfang an Dysbalancen oder eine stärkere oder schwächere Seite antrainieren möchte.

Hast du eine Idee was ich falsch gemacht haben könnte? Irgendeinen Trick muss es ja geben, denn scheinbar kann ja jeder Gewichtheber mit dieser Methode greifen.

Vielen Dank im Voraus :)

Es gibt Übungen um den

Es gibt Übungen um den Bewegungsumfang zu vergrößern, so das du mit deiner Hand and die Schulter kommst.

Da irgendwie die Kommentare die ich hier schreibe wo ein Link drinne vorkommt nie auftauchen bescheib ich mal wo das zu finden ist^^

Such auf "stronglifts com " Nach "how to strech you Triceps " und "hot to strech your wrists for A Better Front Squat Experience"

Da sind Übungen, mit Erklärung und Videos.

Übung

Hey Thiazi,

das ist eine Frage der Gewöhnung und des Gewichtes. Diese Beweglichkeit, die jeder Gewichtheber hat, muss erst langsam entstehen, je später er mit dem Heben anfängt, desto aufwendiger wird das dabei - oftmals auch über die Schmerzgrenze hinaus.

Wer nicht wirklich am Heben interessiert ist, sollte dies nicht über Gebür ausreizen. Ich bleibe deswegen ebenfalls beim gekreuzten Griff und nehme den Gewichthebergriff nur beim Stoßen selbst. Dadurch holt man sich auch keine Dysbalancen. Damit bist Du also durchaus im Grünen Bereich.

Hallo lupus, sehr schöner

Hallo lupus,
sehr schöner Artikel, gefällt mir gut, mach weiter so;)

Eine Frage hätte ich: und zwar habe ich bei mir im Studio nicht die Möglichkeit freie KB zu machen, habe also meist KB an der MP gemacht.
Habe teilweise gehört, dass man an der MP besser FKB machen soll. Was sagst du dazu?
Oder generell keine KB an der MP machen und die Beine anders trainieren ?

Vielen dank
mfg

hi christian, mein problem

hi christian,
mein problem ist, dass ich aufgrund verkürzter achillessehnen nicht weiter als
90 grad beugen kann. ( ab 90 fall ich nach hinten weg )
ist es in ordnung wenn ich, bis das dehnen erfolge zeigt und ich eine wettkampfgültige
kniebeuge ausführen kann, auf die multipresse ausweiche ?

mfg

Bewegungsumfang

Prinzipiell ist das Beugen an der Multi natürlich besser, als überhaupt nicht zu beugen.
Zur meiner generellen Ansicht von der Multi habe ich ja weiter unten schon ein paar Takte geschrieben.

Imho ist es aber nur eine Ausweichmöglichkeit und Du solltest so intensiv wie möglich an der korrekten Technik arbeiten. Mehrmals am Tag solltest Du versuchen korrekt zu beugen - auch ohne Gewichte oder z.B. nur mit einem Besenstiel.

Die korrekte Technik fällt ebenso wie die Fähigkeit zum vollen Bewegungsumfang nicht einfach so vom Himmel. Auch ist es nicht immer sinnvoll, direkt ins schwere Training zu starten. Die Technik ist das allerwichtigste und die grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches und nachhaltiges schweres Training.

Also üben, üben, üben. Evtl. hilft es Dir ja auch, Deine Fersen durch eine Unterlage zu erhöhen. Ich verwende in der Beuge z.B. Gewichtheberschuhe. Diese können - je nach Hebelverhältnissen - den Bewegungsverlauf durchaus erleichtern.

Alles Gute!

Hallo Christian, ich selbst

Hallo Christian,

ich selbst trainiere die Frontbeuge auch sehr gerne, da ich unter einer Wirbelsäulenkrümmung leide und kleinere Technikfehler bei hoher Ermüdung (unabhängig vom gewählten Gewicht) bei mir gerne zur Blockade eines Wirbels führen.

Was mir in Deinem Artikel allerdings aus persönlicher Erfahrung fehlt, ist das zurückziehen der Schulterblätter. Wenn ich FB durchführe und mich stark darauf konzentriere die Ellenbogen nach oben zu schieben, passiert es, dass ich den oberen Rücken einrunde - habe hier ebenfalls auf BWS Höhe schon mehrere Male mir sowohl Brust als auch Rückenwirbel blockiert.

Um den oberen Rücken gerade zu halten muss ich stets die Schulterblätter zurückziehen. Das führt zwar zu einem teils unangenehmen abschnüren des Kehlkopfes in der tiefsten Position, aber wer da unten atmet macht eh was flasch.

Deine Meinung?

Schulterblätter

Hey,

prinzipiell sollten die Schultern nach vorne gezogen werden und dort auch gehalten werden - damit die Stange auch stabil auf den vorderen Deltas abelegt werden kann.

Alles andere geht auf die Schlüsselbeine und den Kehlkopf. Das wird bereits bei knapp über 100kg schon sehr schmerzhaft.

Guten Morgen, Ok, bei mir

Guten Morgen,

Ok, bei mir führt das regelmäßig zu Blockaden, aber das nennt sich dann wohl individuelle Gegebenheiten und dementsprechend auch individuelle Verantwortung - und hey: Pain is temporary ... ;-D. Super Blog übrigens, hier lern selbst ich noch das eine oder andere.

Hi Christian, finde ich gut

Hi Christian,

finde ich gut das du die Frontkniebeuge ein bisschen aus dem Schatten der klassischen holst. Sie hat, wie du mit deinem Artikel ja sehr schön zeigst, zu unrecht einen schlechten Ruf. Ich könnte mir durchaus vorstellen das sie deshalb so selten in freier Wildbahn zu sehen ist, weil viele schon mit der Technik der klassischen genug zu tun haben und sich von der Frontkniebeuge nicht genug versprechen um diese Technik auch noch zu lernen. Aber dieser Eindruck ist natürlich subjektiv.
Die Frontkniebeuge sollte durch den geraderen Hantelweg z.B. die Beuge der Wahl sein wenn man in einem dieser modernen Wellness Tempel trainieren muß und bspw. nur eine Multipresse zur Verfügung steht. Wie stehst du dazu?

Gruß, Klaus

Technik; Multi...

Hey Klaus,

Dein subjektiver Eindruck mag sicherlich nicht ganz verkehrt sein.

Fakt ist, dass es einer bedeutend höheren Technikdisziplin bedarf, um korrekte UND schwere Frontkniebeugen durchziehen zu können.

Schwere klassische Beugen kann man selbst mit falscher Ablage und grauenhafter Technik irgendwie durchführen, aber Frontbeugen verzeihen so etwas nicht.

Erst wenn die Stange auch mal an der Front liegt, wird sich zeigen, wer wirklich korrekt beugen kann - ohne dabei direkt mit dem Oberkörper zu weit nach vorne zu kippen. Ich will nicht sagen (naja doch, eigentlich schon):

Nur wer auch saubere Frontkniebeugen vollführen kann, wird es auch schaffen, insgesamt sauber zu beugen.

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Ach ja, die gute alte Multipresse. Sie stammt noch aus dem Zeitalter der Industrialisierung des Krafttrainings. Ihre Opfer sind all die stabilisierenden Muskeln, die dafür sorgen, dass wir mit unserer schweren Last nicht nach vorne oder hinten fallen.

Die Multipresse ist der Rollstuhl modernen Krafttrainings. Wer aber noch gehen kann, sollte auf sie verzichten.

Kraft ist ein sehr spezifisches Programm unseres Nervensystems:

Soll heißen, die Kraft, die wir - mit isolierten Bewegungsabläufen - in Maschinen trainieren, können wir in unserem normalen Leben, in denen die Bewegungen nicht in Schienen verlaufen so gut wie gar nicht verwenden.
Einerseits, weil sich diese freien Bewegungsabläufe von den geführten unterscheiden (das Nervensystem kennt keine einzelnen Muskeln, sondern nur Bewegungen) und andererseits da der Körper immer nur so viel Kraftoutput zulässt, wie es die schwächsten an einer Bewegung beteiligten Muskeln erlauben (schwache Stabilisatoren führen somit zu insgesamt schwachen freien Bewegungen).

Also, wenn es möglich ist, sollte das Studio gewechselt werden. Ein Radprofi wird man nicht mit Stützrädern am bike. Wenn es andernfalls keine andere Lösung gibt, sind Frontkniebeugen sicherlich eine gute Übung für die Multipresse. Wobei man hier natürlich im Extremfall nicht die Stange nach vorne abwerfen kann und man die Knie schnellstmöglich aus dem Schussfeld bringen sollte.

Um aber mal ganz ehrlich zu sein, führen all diese Fitness- und Wellness-Studios mit all ihren Maschinen und vorgekauten Bewegungen genau zu dem Gegenteil von dem, was sie eigentlich bezwecken (zumindest, wenn es ihnen auch um einen gesunden und starken Körper für das normale Leben ohne Schienen und Seilzüge geht und nicht nur um Bares).

Hey, Lupus! ;-) Mir kommt der

Hey, Lupus! ;-)

Mir kommt der Artikel ZU "hochgelobt" für die Frontbeuge vor.

Die Übung ansich ist super und ist auch in meinen Plan abwechselnd mit Back Squats fest integriert.

Aber wie gesagt ABWECHSELND, weil der Nachteil bei Frontbeugen (und der vorteil für Back Squats) ist die Belastung für die Knie. (bei entsprechenden Gewicht)

Da man ja durch das aufrechthalten des Oberkörperpers die Knie vorschieben MUSS.
(was ja bei der richtigen Back Squat Variante nicht vorkommt da die Belastung mehr auf die Hüfte geht, die viel mehr aushalten kann als das kleine Kniegelenkt ;-) )

Das soll jetzt nicht heißen das die Frontbeuge nicht gut ist.
Finde nur das an die Beuge ansich KEINE andere Übung heran kommt ;-)
Aber als Zusatzübung ist die Frontbeuge SUPER! und ab einen bestimmten Back Squat Gewicht würde ich jeden empfehlen Front- und Back Squats abzuwechslen weil die beiden Übungen sich super ergänzen.

Zu den "Hack" Squats, die hab ich auch schon mal ausprobiert, aber sowie du schon sagst Lupus, ich konnte mich mit der Ausführung auch nicht anfreunden.

Wenn man die Hantel jedoch nach "hinten" also nach schräg hinten heben könnte dann würde die Ausführung funktionieren, dazu braucht man aber wieder eine "Plattform" und dann kommt man meine Meinung nach wieder den Maschinenausführungen zu nahe, und das ist überhaupt nichts für mich. :-)

Aber vielleicht kann uns ja jemand anders erklären wie man die Übung "richtig" ausführt ohne das man an den Beinbizeps vorbeischrammen muss und fast mit Rundrücken heben muss um an den Oberschenkeln vorbeikommen zu können.

Danke wiedermal für einen tollen Artikel!
Weiter so!

greetz

Belastung

Hey krusch lee,

schön, Dich hier zu lesen.

Die Belastung für die Knie relativiert sich, wenn man sauber und korrekt trainiert. Der Körper wächst mit seinen Aufgaben und auch Gelenke adaptieren an progressive Belastungen.

Jede Übung ist gefährlich - wenn sie falsch und überhastet ausgeführt wird.

Natürlich möchte ich auch nicht den Back Squats abschwören - sie sind wirklich top. Man muss sein Training halt immer den Umständen anpassen und wenn der untere Rücken bereits schwer belastet wird und/oder man im Bereich von 1 RM trainieren will und kein Power Rack zur Verfügung hat, dann sind Front Squats eine sehr gute und sehr sichere Alternative.

Zarcher

Hallo Christian,

habe Deine Bücher "Der Wille zur Kraft" und "HFT" verschlungen, bin ebenfalls der Ansicht, dass Mehrgelenksübungen der Königsweg zur Erlangung alltagstauglicher Muskulatur sind.

Bin somit absoluter Fan von Kniebeuge, Kreuzheben, Dips und Klimmzügen (mit Dip Gürtel zwecks Progression, alle anderen Übungen dienen nur der Ergänzung und Abrundung. Dein HFT Konzept süricht mich sehr an, dein Willensbuch ist sehr motivierend.

Nach diesem Loblied;) nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Ich trainiere grundsätzlich allein zuhause, habe dazu Kurzhanteln, Langhantel, Hantelbank, Dip-Holme und Klimmzugstange.

Da ich kein Powerrack habe und auch schon genug Platz verstellt ist durch das vorhandene Equipment, habe ich die Kniebeuge aus Sicherheitsgründen auf Zarcher umgestellt. Ich hebe die Langhantel, lege sie auf den Oberschenkeln ab, greife mit den Unterarmen durch und lege die Hantel schließlich in den Armbeugen ab. Mit vor der Brust verschränkter Hantel führe ich sodann die Beugen durch, wobei ich am höchsten Punkt noch zusätzlich die Fersen anhebe, um gleichzeitig die Waden zu belasten.

Die Zercher Kniebeugen erwähnst du in deinen Büchern nicht. Was hältst du von dieser Variante? Gleichzusetzen mit der Frontkniebeuge? In den Armbeugen halte ich die Stange übrigens raw, gemäß deinem Motto;)

Grüße Andreas

Zercher-Beugen

Grüß Dich Andreas,

danke für Dein Feedback.

Zu der von Dir angesprochenen Übung kann ich aus eigener Erfahrung nicht viel gutes berichten. Ich kenne auch niemanden, der sie ernsthaft trainiert. (Das muss aber nichts heißen ;)

Rein physiologisch betrachtet ist es sicherlich nicht gesund, schwere Gewichte mit so wenig Auflagefläche in den Armbeugen zu halten. Fraglich ist zudem, inwiefern der Rücken dabei unnötig überlastet wird.

Größere, schwere Gegenstände vor dem Körper zu halten - wie z.B. Baumstämme, prall gefüllte Sandsäcke oder eine dicke Freundin - und damit Ausfallschritte, Beugen o.ä. zu machen, ist hingegen sehr empfehlenswert.

Wenn Du kein Rack zuhaus hast, würd ich Dir eher andere Vorgehensweisen empfehlen:

Konzentriere Dich lieber auf die Variationen des Hebens mit schweren Gewichten und führe zudem Überkopfkniebeugen und Frontkniebeugen im etwas höheren Wiederholungsbereich aus.

Um dafür das Gewicht hochzubekommen, lohnt es sich, entsprechende Gewichtheberübungen wie z.B. das Umsetzen oder auch das Kraftreissen zu erlernen. (Zwei an sich auch sehr gute Übungen.)

Ich drück Dir dabei die Daumen!

Zercher Beuge

Danke für Deine Einschätzung, Christian.

Gewichtheberübungen sind sicherlich auch für BB eine gute Sache, weil Kraft wollen wir ja alle haben. Ich bringe aber nur relativ bescheidene Gewichte über Kopf, also in Relation zu dem was etwa beim Kreuzheben geht:))

In der Tat drücken die Zercher ganz schön rein in die Armbeugen, aber man gewöhnt sich daran. Die M&F hat das als Safety Variante ohne Rack empfohlen, und irgendwo gibts ein Video im Netz, wo ein Redakteur auf englisch ein wahres Loblied als beste Ganzkörperübung singt...

Es ist deutlich schwerer als normale Kniebeugen und auch als Frontkniebeugen, da bei letzteren der Kraftaufwand zum Halten geringer ist. In der Tat kostet es bei Zerchers außerdem extra Kraft, den oberen Rücken gerade zu halten. Die Anspannung im gesamten Körper ist also höher als bei Squads oder Frontkniebeugen.

So gesehen dachte ich, sie passen zu Deiner Philospohie der maximalen Gesamtbelastung und dem Kampf gegen viele Widerstände;)

Bin jetzt unschlüssig ob ich sie weiter betreibe, oder Deinem Rat auf Alternativen folge (wobei Deine Vorschläge ohnehin gut eingabaut werden können als variierende Erstübung der täglichen Hauptroutine nach deinem HFT Konzept.

Grüße Andreas

Okay, kann man so stehen

Okay, kann man so stehen lassen. ;-)

Aber der untere Rücken kann sehr viel aushalten!

Bei mir Kommt nach schweren Beugen immer Rudern.

Geht alles ohne Probleme :-D

Egol. Ich werd mich noch mal hinlegen. (Vorgestern Frontbeugen gehabt X-D ) MK!!! ;-)

greetz

Auf an die Frontkniebeuge

Hi Christian,

das ist mal wieder ein richtig schöner Artikel von Dir.
Ich warte jeden Tag darauf das endlich Dein Buch bei mir ankommt und ich
meinen Willen auf größt mögliche Kraftentfalltung programmieren kann:-)

Im Bezug auf den Artikel würde ich gerne mal Deine Meinung zu Hack-Squats mit
einer Langhantel erfragen.
Diese bieten ja auch entsprechende Sicherheit,lassen eine relativ aufrechte
Oberkörperhaltung zu und legen mehr Focus auf die Quads.

Die Griffkraft ist vielleicht der einzige limitierende Faktor um bei der Übung entsprechend schwer die Beine zu belasten (so lange keine Schlaufen verwendet werden),oder?

Freu mich auf Deine Antwort.

Hack-Squats

Hey Lars,

danke für Deine Frage. Ja, die Hack-Squats.

Wenn ich ehrlich bin, konnte ich mich nie wirklich mit ihnen anfreunden. Es scheint mir nicht gerade eine natürliche Bewegung zu sein, etwas auf diese Weise hinter dem Körper hochzuheben - eher neben dem Körper wie z.B. beim Farmers Walk oder vor dem Körper wie beim klassischen Heben.

Bei meinen Hebelverhältnissen konnte ich die Stange auch nie sauber hochziehen, ohne dass sie dabei am hinteren Oberschenkel entlang geschrammt ist.

Das muss aber noch nichts heißen. Trainierst Du denn erfolgreich mit Hack-Squats?

Danke für Deine

Danke für Deine Antwort:-)

Ich habe auch schon mit den Hack-Squats trainiert und hatte ähnliche Probleme
wie oben beschrieben.
Es könnte aber sein das durch Modifikationen(erhöhte Fersen z.Bsp.) die Bewegung
besser "läuft".

Werde das glaub ich mal ausprobieren.;-)

Morgen arbeite ich erst mal mit Frontbeugen.

Gute Nacht.