Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Eine Buchvorstellung von Adrian Timmermann)
Wir alle kennen das Gefühl, vom Leben von Zeit zu Zeit schlecht behandelt zu werden. Egal, ob der Lehrer dem liebäugelnden Mädchen in der ersten Reihe wieder mal die bessere Note gegeben hat, man nach stundenlangem suchen wieder keine passende Hose gefunden hat, oder der eigene Goldfisch viel mehr aus sich herauskommt, wenn die Mutter vor dem Glas steht, als bei einem selbst. Tja, dumm gelaufen.
„Was weh tut“
Leid ist subjektiv. Für jemanden, der von seiner über alles geliebten Freundin verlassen wird, geht die Welt unter. Er kann sich in diesem Moment nichts Schmerzhafteres vorstellen als diesen Verlust.
Für die Insassen der Konzentrationslager im zweiten Weltkrieg galten andere Maßstäbe.