Weblog von Christian Zippel

Dem Sinn des Lebens eine Zukunft geben – Mihaly Csikszentmihalyi

Treuen Blog-Lesern ist das Buch Flow: Das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi gut bekannt.

Eine Menge positives Feedback habe ich zu dieser Buchempfehlung erhalten. Bei einigen wurde das Buch sogar in der Familie herumgereicht oder dem Partner zum Lesen gegeben.
Da liegt nichts näher, als euch mitzuteilen, dass es eine Fortsetzung zu diesem Buch gibt: Dem Sinn des Lebens eine Zukunft geben: Eine Psychologie für das 3. Jahrtausend

Csikszentmihalyi stellt sich nach seinem Flow-Buch nämlich folgende Frage: Wo soll uns der Flow eigentlich hinführen? Bringen nicht etwa auch moralisch verwerfliche und gesundheitlich schädliche Tätigkeiten Flow mit sich? Spürt ein Triebtäter keine Befriedigung, wenn er seiner Lust freien Lauf lässt? Bekommt ein raffgieriger Banker oder Manager etwa kein Hochgefühl, wenn er gerade Tausende von Arbeitsplätzen „hinwegrationalisiert“, nur um noch mehr Geld zu verdienen? Verspürt ein planloser Jugendlicher etwa keinen Nervenkitzel, wenn er in ein Haus einbricht und dort Schmuck stiehlt, ohne dabei ertappt zu werden?

Kämpfe, denn wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Kickboxweltmeisterin Nicole Trimmel im Gespräch mit Alexander W.

Wie bist du zum Kampfsport gekommen?

Ich war schon als Kind fasziniert davon. Mich hat die Philosophie, die Körperbeherrschung und die Kontrolle und Disziplin fasziniert.

Wann hast du mit dem Kampfsport begonnen?

Ende 1999 hab ich beim Kickboxclub Rust mit dem Kickboxen begonnen.

Was motivierte dich dazu, bei Wettkämpfen mit zu machen?

Ursprünglich hatte ich nie an Wettkämpfe gedacht. Ich bin einfach hineingewachsen und wollte anfangs einfach nur einen Kampfsport erlernen. Der sportliche Wettkampf ist aber immer wieder ein ganz besonderer Reiz, dem ich nicht wiederstehen kann. Sich mit den Besten zu messen macht total Spaß und ist auch eine große Herausforderung. Du musst immer nach dem richtigen Rezept für dein Gegenüber suchen.

...trotzdem Ja zum Leben sagen – Viktor E. Frankl

Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Eine Buchvorstellung von Adrian Timmermann)

Wir alle kennen das Gefühl, vom Leben von Zeit zu Zeit schlecht behandelt zu werden. Egal, ob der Lehrer dem liebäugelnden Mädchen in der ersten Reihe wieder mal die bessere Note gegeben hat, man nach stundenlangem suchen wieder keine passende Hose gefunden hat, oder der eigene Goldfisch viel mehr aus sich herauskommt, wenn die Mutter vor dem Glas steht, als bei einem selbst. Tja, dumm gelaufen.

„Was weh tut“

Leid ist subjektiv. Für jemanden, der von seiner über alles geliebten Freundin verlassen wird, geht die Welt unter. Er kann sich in diesem Moment nichts Schmerzhafteres vorstellen als diesen Verlust.

Für die Insassen der Konzentrationslager im zweiten Weltkrieg galten andere Maßstäbe.

Mehr Muskeln, weniger Fett - Robert dos Remedios

„Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Kraft- und Intervalltraining dem Ausdauertraining in Hinblick auf Konditionssteigerung und Fettabbau überlegen sind. Noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist, dass eine Kombination von Kraft- und Intervalltraining sogar noch wirksamer ist als jede dieser beiden Trainingsarten allein. Coach dos Remedios weiß das. Warten wir, bis die Wissenschaft ihn einholt...“ Alwyn Cosgrove

Mehr Muskeln, weniger Fett: Hochintensives Cardio-Krafttraining - der schnellste Weg zum perfekten Body

Dos Remedios bringt hier ein Buch auf den Markt, für das die Zeit reif ist: Die Kombination von Kraft- und Intervalltraining.

Handelt es sich hierbei um einen unbekannten Weg? Zumindest für den erfahrenen Athleten ist wenig Neues dabei. Er wird die vorgestellten Methoden bereits kennen – auch wenn sie in Deutschland bisher kaum angekommen sind. „Kennen“ bedeutet zudem nicht gleich „realisieren“. Viele wissen theoretisch darüber Bescheid, aber wirklich durchgebissen haben sie sich noch nicht durch dieses sehr effektive, aber auch anspruchsvolle Vorgehen – das man u.a. bereits durch Schriften von Chad Waterbury oder Charles Staley kennt.

Mens fortis! Einführende Gedanken zur Meditation...

Der menschliche Geist folgt dem gleichen Prinzip wie der Körper: Wird er nicht trainiert, so nimmt er die Kraft und Konzentrationsfähigkeit einer fettigen Bratwurst an, die sich mit labbrigem Toast zufrieden gibt und deren Leben sich um Fragen dreht wie: Ketchup oder Majo?

Ein schwacher Geist ist unfähig Höheres anzustreben. Das Leben mit ihm so tiefgründig wie eine Tiefkühlpizza. Man ist einfach nur stumpf... und das nicht zum Spaß, sondern weil man nicht anders kann. Weil man innerlich zu schwach ist, um Ordnung und Zielstrebigkeit in das eigene Sein zu bringen.

Der Geist!

Er ist unsichtbar. Das ist fatal...

Ein Logo für „Der Wille zur Kraft“

Symbole besitzen Kraft. Oft sagen sie mehr als ganze Artikel.

Der Blog ist gewachsen. Viele Athleten nutzen ihn – über Tausend pro Tag. Sie erfüllen ihn mit Leben, indem sie die Artikel lesen, leben und hinterfragen.

Inzwischen häufen sich die Anfragen nach einem Logo. Es würde den Wiedererkennungswert steigern, die Gemeinschaft stärken und man könnte es sogar auf Caps und Shirts sticken bzw. drucken lassen.

Ironman...die andere Art eisenhart zu sein! (v. Celia Kuch)

Frage: „Was machst Du eigentlich so?“
Antwort: „Ich bin Triathletin und trainiere für die Ironman-Distanz (3,8km Schwimmen + 180km Rad fahren + 42,2km Laufen)“.
Nächste Frage: „Krass – Und WARUM warum tust Du Dir das an?“

Es gibt Situationen, Problematiken, Fragestellungen...

die sich nicht wissenschaftlich erläutern lassen und für die es keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort gibt: Warum tut man das, was man tut? Wie lange will man das noch machen? Hat das eigentlich einen Sinn?

Um was es sich bei mir täglich dreht?

Trainieren. Trainieren. Trainieren – wie schon gesagt, für die Ironmandistanz. Nebenher arbeite ich zwischen 20-40 Wochenstunden – je nach Terminen. Ich bin selbstständig – so kann ich mein Training am besten unterbringen.

Sport mache ich, seit ich vier Jahre alt bin – seit 2004 (richtig ambitioniert 2006) habe ich mich der Kombination von Schwimmen, Radfahren und Laufen zugewandt.

Warum?

Pfui bah? Lebensmittelaversionen und wie man sie überwindet

"Das ist so ekelig! Niemals kommt mir das auf den Teller." Wir alle haben unsere ganz eigenen Nahrungsmittel-Präferenzen und -aversionen.

Einige von ihnen sind genetisch bedingt. Viele jedoch sind erworben. Erstaunlich schnell können sie sich entwickeln und dann für ein ganzes Leben vorhalten. Unsere Umwelt prägt unser Essverhalten enorm: Erziehung, Medien, Gleichaltrige und Zwänge. Sie alle beeinflussen, was wir essen und trinken.

Doch geschieht all dies zu unserem Besten?

Fortschritte im Functional Training - Michael Boyle

Functional Training – nur ein Modewort?

Ja, vielleicht. Sicher ist jedoch, dass kein Sportler an den dahinter stehenden Prinzipien vorbeikommen wird, wenn er leistungsorientiert und somit verletzungsfrei trainieren will.

Michael Boyle ist Vorreiter des Funktionalen Trainings. Seit vielen Jahren arbeitet er an seinem Trainingskonzept und betreut erfolgreiche Leistungssportler in Amerika. Sowohl die Theorie als auch seine Erfolge geben ihm Recht.

18 Monate HFT - mein Zwischenfazit

2011 ist vorbei und es wird Zeit für ein kleines Fazit. 18 Monate HFT. Es hat sich viel getan. Nicht nur außerhalb des Studios. Auch im Training und in meinem Verständnis davon hat sich viel verändert.

Chuck Norris trainiert täglich

War ja klar... Aber ein Athlet wie Du und ich? Täglich? Den ganzen Körper? Mit schweren Grundübungen? Gehts noch?

Wenn Blinde von den Farben reden

„Der Muskel wächst nicht während des Trainings.“ Wie oft hört man diesen Satz von den Papierexperten? Zu oft... Da wollen einem diese Betamännchen wirklich klar machen, dass zu viel Training böse ist. Ganz gemein. Dass man bei täglichem Training die Überlebenschance eines Schneeballs in der Hölle hätte.

Neues vom Mixer

Kochen ist eine Kunst und durchaus männlich.

Blablabla... wen interessierts. Ich kann gut kochen. Aber wer hat schon Bock, täglich mehrmals in der Küche zu schmoren? Insbesondere, wenn man eigentlich Besseres zu tun hat? Essen ist ganz nett... aber kochen? Insbesondere in Phasen, in denen man jeden Tag mehrere Tausend Kalorien benötigt, um voranzukommen... Geht’s noch? Da wird das tägliche Zubereiten und Futtern nur noch zur Mühsal – genauso wie alle anderen Haushaltstätigkeiten. Grmbl!

Wer ernsthafter Athlet ist und vielleicht sogar täglich trainiert, der lebt aber nunmal in einem Körper, in dem täglich unzählige Ab- und Aufbauprozesse vor sich gehen. Da ist im eigenen Leib die Hölle los. Verletzte Strukturen werden repariert, Energiespeicher betankt, das Immunsystem stabilisiert, das Hormonsystem tanzt Tango und auch der Glanz der Haare und Nägel, die Geschmeidigkeit der Haut usw. all dies hängt von unserer Nährstoffzufuhr ab. Also doch täglich kochen?

Was ist Luxus?

Luxus ist...

wenn man sich des Abends in das eigene, warme Bettchen kuscheln darf! Wenn man in der abgeschiedenen Sphäre des Privaten friedlich in Morpheus Reich eintauchen darf. Wenn man dies in den eigenen vier Wänden, in Sicherheit und ohne Angst vor fremden, räuberischen Übergriffen erleben darf – vielleicht sogar in der intimen Umarmung eines geliebten Mitmenschens.

Heute ist das zur Selbstverständlichkeit verkommen. Kaum noch wird realisiert, welch himmlisches Paradies in den heimischen Daunen auf uns wartet. Noch vor wenigen Generationen sah dies anders aus. Viele Menschen mussten sich mit ihren Familienmitgliedern oder gar Fremden das karge Nachtlager teilen, stets in Gefahr, ausgeraubt oder überfallen zu werden, eingewickelt in schmutzigen, dünnen Decken, ohne Fußbodenheizung und ergonomisch geformte Matratze. Dem Großteil der Menschen geht es heute noch so.

Wenn die Studios dicht wärn, wärn die Irrenhäuser voll

Quizfrage: Woran erkennt man den Studioidioten auf den ersten Blick?

Er sitzt gerade in der randvoll (und lautstark) bepackten Beinpresse und schluchzt sich bei einem Bewegungsumfang, der auch seinem Horizont entspricht, die Seele aus dem Leib. Was mag nur in ihm vorgehen? Fühlt er sich wirklich cool dabei? Und warum räumen solche Leute die Presse dann niemals wieder frei? Fragen über Fragen. Wenden wir uns an Professor Schlauchdich, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

Prof. Schlauchdich: Hier haben wir es mit einer ganz besonderen Form des Studioidiotens zu tun – dem König der Beinpresse! Er tritt ausschließlich in maskuliner Form in Erscheinung und das sehr gerne zu den Hauptverkehrszeiten im örtlichen Fitness-Tempel. Tatsächlich ist dieses Exemplar davon überzeugt, dass ihm das gesamte Studio beim Beladen der Beinpresse zuschaut, dann jedoch vor lauter Ehrfurcht abrupt in Schockstarre verfällt und verpasst, dass der prächtig beladene Schlitten nur unscheinbar bewegt wird. Wenn da nicht dieses dröhnende Schnauben wäre, das allen anwesenden Weibchen vermitteln soll, dass hier ein echter Mann am Werke ist. Ein Mann, der weiß, dass Begriffe wie Bewegungsumfang und Reputation nur hohle Phrasen ohne semantische Signifikanz sind.

Hochfrequentierter-Kämpfer-Doppelsplit (v. Leon Schmahl)

Doppelsplit, zweimal am Tag trainieren, keine Illusion...

Wer mich kennt, weiß, dass ich lieber zweimal täglich trainiere als nur einmal und ja ich bin ehrlich, dass ich auch lieber über- als untertrainiert bin. Ich bewege mich einfach gerne und nur einmal am Tag sportlich aktiv zu sein, reicht mir nicht. Da mein Lieblingssport immer noch das Bewegen von schwerem Eisen ist, gehe ich also zweimal am Tag ins Gym. Dass ich das nicht das ganze Jahr über tue, ist klar, da es sowohl zeitlich nicht machbar ist als auch meine Fortschritte im Muskelaufbau behindern würde, weil nicht genug Zeit zur Regeneration bzw. zum Aufbau übrig bleibt.

Doch um in der Vorwettkampfzeit noch eine Progression zu erzeugen, ist es das beste System für mich. Vor allem, wenn die Kohlenhydrate bei der Diät schon sehr niedrig gehalten werden, hält meine Konzentration meist nicht länger als eine harte Trainings-Stunde an. Deshalb quäle ich mich lieber zweimal am Tag als eine super lange Session hinzulegen, die zum Ende hin an Qualität einbüßt.