Ein Logo für „Der Wille zur Kraft“

Symbole besitzen Kraft. Oft sagen sie mehr als ganze Artikel.

Der Blog ist gewachsen. Viele Athleten nutzen ihn – über Tausend pro Tag. Sie erfüllen ihn mit Leben, indem sie die Artikel lesen, leben und hinterfragen.

Inzwischen häufen sich die Anfragen nach einem Logo. Es würde den Wiedererkennungswert steigern, die Gemeinschaft stärken und man könnte es sogar auf Caps und Shirts sticken bzw. drucken lassen.

Ironman...die andere Art eisenhart zu sein! (v. Celia Kuch)

Frage: „Was machst Du eigentlich so?“
Antwort: „Ich bin Triathletin und trainiere für die Ironman-Distanz (3,8km Schwimmen + 180km Rad fahren + 42,2km Laufen)“.
Nächste Frage: „Krass – Und WARUM warum tust Du Dir das an?“

Es gibt Situationen, Problematiken, Fragestellungen...

die sich nicht wissenschaftlich erläutern lassen und für die es keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort gibt: Warum tut man das, was man tut? Wie lange will man das noch machen? Hat das eigentlich einen Sinn?

Um was es sich bei mir täglich dreht?

Trainieren. Trainieren. Trainieren – wie schon gesagt, für die Ironmandistanz. Nebenher arbeite ich zwischen 20-40 Wochenstunden – je nach Terminen. Ich bin selbstständig – so kann ich mein Training am besten unterbringen.

Sport mache ich, seit ich vier Jahre alt bin – seit 2004 (richtig ambitioniert 2006) habe ich mich der Kombination von Schwimmen, Radfahren und Laufen zugewandt.

Warum?

Pfui bah? Lebensmittelaversionen und wie man sie überwindet

"Das ist so ekelig! Niemals kommt mir das auf den Teller." Wir alle haben unsere ganz eigenen Nahrungsmittel-Präferenzen und -aversionen.

Einige von ihnen sind genetisch bedingt. Viele jedoch sind erworben. Erstaunlich schnell können sie sich entwickeln und dann für ein ganzes Leben vorhalten. Unsere Umwelt prägt unser Essverhalten enorm: Erziehung, Medien, Gleichaltrige und Zwänge. Sie alle beeinflussen, was wir essen und trinken.

Doch geschieht all dies zu unserem Besten?

Fortschritte im Functional Training - Michael Boyle

Functional Training – nur ein Modewort?

Ja, vielleicht. Sicher ist jedoch, dass kein Sportler an den dahinter stehenden Prinzipien vorbeikommen wird, wenn er leistungsorientiert und somit verletzungsfrei trainieren will.

Michael Boyle ist Vorreiter des Funktionalen Trainings. Seit vielen Jahren arbeitet er an seinem Trainingskonzept und betreut erfolgreiche Leistungssportler in Amerika. Sowohl die Theorie als auch seine Erfolge geben ihm Recht.

18 Monate HFT - mein Zwischenfazit

2011 ist vorbei und es wird Zeit für ein kleines Fazit. 18 Monate HFT. Es hat sich viel getan. Nicht nur außerhalb des Studios. Auch im Training und in meinem Verständnis davon hat sich viel verändert.

Chuck Norris trainiert täglich

War ja klar... Aber ein Athlet wie Du und ich? Täglich? Den ganzen Körper? Mit schweren Grundübungen? Gehts noch?

Wenn Blinde von den Farben reden

„Der Muskel wächst nicht während des Trainings.“ Wie oft hört man diesen Satz von den Papierexperten? Zu oft... Da wollen einem diese Betamännchen wirklich klar machen, dass zu viel Training böse ist. Ganz gemein. Dass man bei täglichem Training die Überlebenschance eines Schneeballs in der Hölle hätte.

Neues vom Mixer

Kochen ist eine Kunst und durchaus männlich.

Blablabla... wen interessierts. Ich kann gut kochen. Aber wer hat schon Bock, täglich mehrmals in der Küche zu schmoren? Insbesondere, wenn man eigentlich Besseres zu tun hat? Essen ist ganz nett... aber kochen? Insbesondere in Phasen, in denen man jeden Tag mehrere Tausend Kalorien benötigt, um voranzukommen... Geht’s noch? Da wird das tägliche Zubereiten und Futtern nur noch zur Mühsal – genauso wie alle anderen Haushaltstätigkeiten. Grmbl!

Wer ernsthafter Athlet ist und vielleicht sogar täglich trainiert, der lebt aber nunmal in einem Körper, in dem täglich unzählige Ab- und Aufbauprozesse vor sich gehen. Da ist im eigenen Leib die Hölle los. Verletzte Strukturen werden repariert, Energiespeicher betankt, das Immunsystem stabilisiert, das Hormonsystem tanzt Tango und auch der Glanz der Haare und Nägel, die Geschmeidigkeit der Haut usw. all dies hängt von unserer Nährstoffzufuhr ab. Also doch täglich kochen?

Was ist Luxus?

Luxus ist...

wenn man sich des Abends in das eigene, warme Bettchen kuscheln darf! Wenn man in der abgeschiedenen Sphäre des Privaten friedlich in Morpheus Reich eintauchen darf. Wenn man dies in den eigenen vier Wänden, in Sicherheit und ohne Angst vor fremden, räuberischen Übergriffen erleben darf – vielleicht sogar in der intimen Umarmung eines geliebten Mitmenschens.

Heute ist das zur Selbstverständlichkeit verkommen. Kaum noch wird realisiert, welch himmlisches Paradies in den heimischen Daunen auf uns wartet. Noch vor wenigen Generationen sah dies anders aus. Viele Menschen mussten sich mit ihren Familienmitgliedern oder gar Fremden das karge Nachtlager teilen, stets in Gefahr, ausgeraubt oder überfallen zu werden, eingewickelt in schmutzigen, dünnen Decken, ohne Fußbodenheizung und ergonomisch geformte Matratze. Dem Großteil der Menschen geht es heute noch so.

Wenn die Studios dicht wärn, wärn die Irrenhäuser voll

Quizfrage: Woran erkennt man den Studioidioten auf den ersten Blick?

Er sitzt gerade in der randvoll (und lautstark) bepackten Beinpresse und schluchzt sich bei einem Bewegungsumfang, der auch seinem Horizont entspricht, die Seele aus dem Leib. Was mag nur in ihm vorgehen? Fühlt er sich wirklich cool dabei? Und warum räumen solche Leute die Presse dann niemals wieder frei? Fragen über Fragen. Wenden wir uns an Professor Schlauchdich, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

Prof. Schlauchdich: Hier haben wir es mit einer ganz besonderen Form des Studioidiotens zu tun – dem König der Beinpresse! Er tritt ausschließlich in maskuliner Form in Erscheinung und das sehr gerne zu den Hauptverkehrszeiten im örtlichen Fitness-Tempel. Tatsächlich ist dieses Exemplar davon überzeugt, dass ihm das gesamte Studio beim Beladen der Beinpresse zuschaut, dann jedoch vor lauter Ehrfurcht abrupt in Schockstarre verfällt und verpasst, dass der prächtig beladene Schlitten nur unscheinbar bewegt wird. Wenn da nicht dieses dröhnende Schnauben wäre, das allen anwesenden Weibchen vermitteln soll, dass hier ein echter Mann am Werke ist. Ein Mann, der weiß, dass Begriffe wie Bewegungsumfang und Reputation nur hohle Phrasen ohne semantische Signifikanz sind.

Hochfrequentierter-Kämpfer-Doppelsplit (v. Leon Schmahl)

Doppelsplit, zweimal am Tag trainieren, keine Illusion...

Wer mich kennt, weiß, dass ich lieber zweimal täglich trainiere als nur einmal und ja ich bin ehrlich, dass ich auch lieber über- als untertrainiert bin. Ich bewege mich einfach gerne und nur einmal am Tag sportlich aktiv zu sein, reicht mir nicht. Da mein Lieblingssport immer noch das Bewegen von schwerem Eisen ist, gehe ich also zweimal am Tag ins Gym. Dass ich das nicht das ganze Jahr über tue, ist klar, da es sowohl zeitlich nicht machbar ist als auch meine Fortschritte im Muskelaufbau behindern würde, weil nicht genug Zeit zur Regeneration bzw. zum Aufbau übrig bleibt.

Doch um in der Vorwettkampfzeit noch eine Progression zu erzeugen, ist es das beste System für mich. Vor allem, wenn die Kohlenhydrate bei der Diät schon sehr niedrig gehalten werden, hält meine Konzentration meist nicht länger als eine harte Trainings-Stunde an. Deshalb quäle ich mich lieber zweimal am Tag als eine super lange Session hinzulegen, die zum Ende hin an Qualität einbüßt.

Die Literatur zu Glück, Erfüllung und Kreativität

Es gibt einen schier unaussprechlichen, aber auch (philosophisch betrachtet) unwiderstehlichen Autor: Mihaly Csikszentmihalyi – gesprochen: [Tschik Sent Mihaji]. Ihn und drei seiner Bücher möchte ich nun vorstellen.

1934 erblickte er als Sohn einer ungarischen Familie im damaligen Italien das Leben. In den Wirren und Folgen des zweiten Weltkrieges erlebte er hautnah, wie nicht nur einzelne Menschen, sondern auch Familien und sogar ganze Gesellschaften in sich selbst zusammenbrechen. Manche mehr, manche weniger. Diese Erlebnisse führten ihn zu der Frage:

Was macht einen Menschen, eine Familie und eine Gesellschaft eigentlich glücklich und stabil?


Wider die Oberflächlichkeit

Herauszufinden, was im Leben falsch läuft, ist eine Sache. Es zu ändern eine andere. Es wird Zeit, den Müll nicht nur als solchen zu erkennen. Es gilt, ihn herauszubringen und sich auf das Wesentliche zu besinnen. Viel zu leicht lassen wir uns von den Umständen prägen und so wandeln wir schnell auf Abwegen. Wie viel von dem, was zur alltäglichen Routine gehört, bringt uns wirklich weiter? Ist unserer Entwicklung tatsächlich dienlich? Und was bremst uns aus? Steht uns im Weg? Ist eigentlich völlig unnötig und nur aus schlechter Gewohnheit ein Teil von uns?

Das Übel der Zerstreuung

Tagein tagaus prasseln äußere Eindrücke auf uns ein – viele davon sind oberflächlich und belanglos. Und doch hindern sie uns daran, zur Ruhe zu kommen. Sie lenken uns ab. Zerstreuen unsere Konzentration. Hindern unsere freie Entfaltung wie der Quanten-Zeno-Effekt die eines Quantensystems.

Fortbildung zum Erschöpfungs-Manager


„Training bis zum Versagen ist dermaßen überholt, dass ich es nicht einmal mehr ertragen kann, darüber zu diskutieren. Versagenstraining führt zu exzessiver ZNS-Erschöpfung.

Erfolgreiches Training (jeder Art) dreht sich um Erschöpfungs-Management. Deshalb sollte jede Methode, die exzessive Erschöpfung hervorruft, vermieden werden.“

Chad Waterbury

100 Meter in 8 Sekunden? – John Brenkus

„Bolts 9,69 Sekunden von Peking waren schier unglaublich, aber wenn man sich die stundenlangen Kommentare und Analysen dazu ansieht, stellt man fest, dass sich die Debatte größtenteils darum drehte, was denn noch möglich ist.

Eine Zeit unter 9,70 Sekunden hätte man erst Jahre später erwartet, aber nun begann man umzudenken und spekulierte sogar laut darüber, wann wohl die 9,60 geknackt werden würden und ob nicht auch die 9,50 geknackt werden könnten.

Als Bolt 2009 dann 9,58 rannte, flammte die Debatte erneut auf, und es hing eine Frage in der Luft, die dringend beantwortet werden wollte: Wo führt das alles hin? Wann ist aus dem Rennen die Luft raus? Wir wissen, dass Bolt der beste Läufer ist, den es je gab – die Zahlen sprechen für sich. Aber wenn es demnächst langweilig wird, ihn mit anderen Läufern der Gegenwart zu vergleichen, bleibt uns nichts anderes übrig, als ihn an der bestmöglichen Leistung der Zukunft zu messen.“

No Sports – Jörg Scheller

Hochtrabende Bücher, die verstaubte Themen, Weltbilder und Begriffe wieder ans Tageslicht zerren? Kunstwissenschaft... Soziologie? Brrr... Auf Anhieb klingt das so faszinierend wie sieben Meter Waldweg.

Freimauer, Faschisten, Disneyland? Was für eine Mischung... Und was hat das alles mit Bodybuilding zu tun? Jörg Scheller weiß es. Er hat ein Buch darüber geschrieben: No Sports! Zur Ästhetik des Bodybuildings

Jörg ist junger Akademiker, schon viele Jahre am Eisen und hat in seinem Buch eine wagemutige Brücke geschlagen zwischen Philosophie, Kunst und Bodybuilding.

Es geht um den tieferen Sinn der „Fleischmaurerei“, wie er es nennt. Um das Selbstverständnis. Um seine Einordnung, seine Definition, seinen kulturgeschichtlichen Hintergrund und... ganz wichtig: um Ästhetik!